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Wissenswertes, Zahlen und Fakten des SV Zodel 68

Am 20. August 1968 wurde auf Initiative des Sportfreundes Bernhard Knoche die Gründungsurkunde der Sektion Fußball der BSG Traktor Zodel vom DTSB-Kreisvorstand Görlitz ausgestellt.
Zuvor war es unser ehemaliger Sportfreund Georg Beutel, der in Zodel eine Sektion Judo gründete. Diese war aber nicht lange von Bestand, da kein geeigneter Raum für eine Judomatte gefunden werden konnte und der Anschaffungspreis für eine solche fast 5000 Mark betrug.
Da ein Fußball wesentlich preiswerter war (kostete zwischen 80 und 150 Mark), spielt man noch heute in Zodel Fußball.

Zunächst fanden sich 28 fußballbegeisterte Sportfreunde zu einer Sektion Fußball zusammen. Die materielle Grundlage – Sportplatz und Jerseys – bot die LPG Pflanzenproduktion Zodel mit ihrem damaligen Vorsitzenden Dr. Berthold Schwonnek.
Als Umkleideräume dienten die Klassenzimmer der ehemaligen Grundschule.

Mit der Fertigstellung der Turnhalle 1977 erweiterte sich das sportliche Angebot der BSG um die Sektionen Volleyball (Sektionsleiter Joachim Langner), Tischtennis (Sektionsleiter Dietmar Leimer) und Frauengymnastik (Leitung Ulrike Conrad).

Die Leichtathleten trainierten ab September 1972 zielgerichtet auf die Kreis-Kinder- und Jugendspartakiade unter Leitung von Sportlehrer Klaus Reichel. Ab 1977 konnten auch sie die Turnhalle für das Wintertraining nutzen. Zu dieser Zeit zählte unsere BSG 185 Mitglieder.

In unserer Vereinsgeschichte gab es Höhen und Tiefen. Großen Anteil an der Entwicklung der Sektion Fußball hatten und haben die Sportfreunde Helmut Volta, leider zu früh verstorben, bis 1987 Sektionsleiter und Gerd Höhne, damaliger Nachwuchsleiter, der das schwere Amt übernahm und bis heute (mit kurzer Auszeit) noch ausübt. Sowie die ehemaligen Schatzmeister Frau Lieselotte Volta und
Mario Ludwig.

Erster BSG-Leiter war Roland Clauß von 1968 – 1970
anschließend   Ullrich Schubert von 1970 – 1972
dann  Klaus Reichel von 1972 – 2003
und jetzt  Günter Haase seit 26.09.2003.

Zwei kampfstarke Mannschaften nahmen den Punktspielbetrieb 1968/69 auf. Ein langer Weg war es, ehe sich die 1. Mannschaft von der dritten Kreisklasse bis in die erste Kreisklasse gespielt hatte. Manchem ging dabei die Puste aus. Es waren nicht unbedingt die Ältesten, die ihre Fußballschuhe an den berühmten Nagel hängten. Nicht jedes Spiel konnte gewonnen und der Klassenerhalt erzwungen werden. In der Punktspielserie 1970/71 war der Sprung in die erste Kreisklasse geschafft, aber es gab nur noch eine Männermannschaft.

Seit der Spielserie 1972/73 nahmen Nachwuchsmannschaften am Punktspielbetrieb teil. Unter der umsichtigen Anleitung unserer Sportfreunde Helmut Volta und Heinz Weikert belegten sie immer vordere Plätze. Im Spieljahr 1976/77 errangen die Junioren den Kreismeistertitel und die Männermannschaft wurde Kreissieger im Traktorpokal. Sie schafften es darauf folgend im Bezirkspokal bis ins Endspiel, wo man gegen Traktor Radeburg erst im Rückspiel den Kürzeren zog.

6 Fußballbuben konnten in dieser Zeit in das Trainingszentrum Görlitz delegiert werden. Zwei, Torsten Gütschow und Christian Volta gelang der Sprung zur Kinder- und Jugendsportschule (Torsten nach Dresden, Christian nach Franfurt/oder). Torsten schaffte später den Sprung zu Dynamo Dresden.

Nicht ohne Schwierigkeiten blieb das Fahrproblem. Mit dem Lkw der LPG ging es anfangs zu den Wettkampforten. Später kam der kultige B 1000 (besser bekannt als Barkas) zum Einsatz.

Geändert hat sich auch die Finanzierung. Damals sicherten Staat, DTSB und LPG die Kosten ab, heute ist der Verein auf Sponsoren und Eigenfinanzierung angewiesen (ab 1991).

Über die Wende haben sich bemerkennswerte Dinge verändert. So wurde aus der BSG Traktor Zodel der SV Zodel 68 e.V. Es gab nur noch die Abteilung Fußball mit 51 Mitgliedern, davon 25 Erwachsene und 26 Kinder / Jugendliche.

Sportlich gesehen haben wir zu dieser Zeit eine Männermannschaft, eine Jugendmannschaft, die mit Ludwigsdorf fusioniert und eine Kinderübungsgruppe. Viele Sportfreunde verlassen den Verein gen Westen, um da ihr berufliches Glück zu suchen.
Seit 1992 müssen Turnhallennutzungsgebühren an die Gemeinde bezahlt werden. Deshalb konnte der Verein es finanziell nicht verkraften, dass die Abteilung Tischtennis mit 4 bis 8 Sportlern ihrem Freizeitsport nachging. Sie wurde aufgelöst.

Seit 1988 konnte sich unsere Männermannschaft ihr gestiegenes Leistungsniveau nachweisen.
Sie hielt die Klasse und konnte sich im oberen Drittel der ersten Kreisklasse etablieren, ebenso in der später neu geschaffenen Kreisliga. Auch die Jugendarbeit zeigte erfolgreiche Wirkung. So nahmen einige Sportfreunde (Phillipp Backasch, Marcel Schwonnek, Steffen Höhne) an Kreisauswahl- und Sichtungsturnieren teil. Silvio Köhler wurde als Talent entdeckt und wechselte nach Görlitz sowie später zu Dynamo Dresden. Mittlerweile kickt er in der sächsischen Landesliga für Bischofswerda.

Seit 1994 gibt es wieder zwei Männermannschaften. Neu hinzu kamen eine Damenmannschaft sowie 2002 eine Altherrenmannschaft.

Höhepunkte der vergangenen Jahre waren die Ausgestaltung der Jubiläen sowie die Organisation von Fußballturnieren (auch mit internationaler Beteiligung).
1998, zum 30-jährigen Jubiläum, hatten wir uns die Traditionself von Dynamo Dresden, gespickt mit vielen bekannten Fußballgrößen, zu einem Freundschaftsspiel eingeladen. Knapp 1000 Zuschauer fanden den Weg auf den Zodler Sportplatz.

Fünf Jahre später nutzten wir wieder unsere guten Kontakte zum Dresdner Fußball und es kam zu einem Vergleich der Traditionsmannschaften von Dynamo Dresden und Hansa Rostock. Auch hier gab es wieder feinste Fußballkost von Stars wie Dörner, Gütschow und Co. zu bewundern.

Im Jahr 2000 ging auch endlich unser Traum von einem eigenen Sportlerheim in Erfüllung. In unzähligen Stunden harter Arbeit wurde ein Teil eines damals leer stehenden LPG-Gebäudes am Sportplatz umgebaut. Es entstanden 4 Kabinen, 1 Duschraum, 2 Toiletten und eine gemütliche Klause. Finanziert wurde das Ganze durch Fördermittel sowie Eigeninitiative.